Was ist das Reizdarmsyndrom-RDS ?

Das RDS gehört wie auch z.B. der Reizmagen zu den Funktionellen Gastrointestinalen Störungen (FGIS).

20% der Bevölkerung sind davon betroffen!

Die Diagnose wird u.a. gestellt, wenn die Beschwerden in den letzten 12 Monaten über mindestens 12 Wochen (nicht unbedingt durchgehend) bestanden haben. Eine organische Ursache muss dabei ausgeschlossen sein.

Der Hauptgrund der Symptomatik besteht in einer Empfindungsstörung der Darmvorgänge, die als viszerale Hypersensitivität...also Überempfindlichkeit bezeichnet wird. Eine normale Dehnung der Darmwand durch Nahrung oder Gase führt zu Schmerzempfindung, zu Völlegefühl, Spannungsgefühl, Stuhldrang, Krämpfen, Durchfall,...

Diese Überempfindlichkeit wird durch übermäßigen Stress, Nahrungsmittelintoleranzen oder infektiöse Magen-Darm Erkrankungen ausgelöst bzw verstärkt.

Zusätzlich wirken auch psychosoziale Faktoren auf den Krankheitsverlauf.

Viele Betroffene entwickeln auf ihrem Leidensweg auch zusätzliche psychische Störungen wie Ängste und Depressionen.

(Quelle: "Kurzinformation für Betroffene"-Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser)

 

Bevor die Diagnose RDS gestellt wird, müssen andere Ursachen diagnostisch ausgeschlossen werden (z.B. durch Endoskopische Untersuchungen, Ultraschall, Laboranalysen wie Blut und Stuhluntersuchungen, bei Frauen auch gynäkologische Untersuchung,...)

 

Symptome:

 

  • wiederkehrender oder andauernder Bauchschmerz
  • Schmerzen, die oft nach Nahrungsaufnahme auftritt bzw. sich verstärkt
  • Beschwerden, die sich mit Stuhlentleerung oder Windabgang vermindern oder lösen
  • häufig besteht Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel
  • zusätzlich bestehen oft Blähungen, Völlegefühl, auch Schleimabgänge, sowie das Gefühl der unvollständigen Entleerung

 

Heute weiss man, dass sich Darm und Gehirn wechselseitig beeinflussen. Der Darm (Das "Bauchhirn") beinhaltet

bis zu 600 Millionen Nervenzellen,

70% der Abwehrzellen des Immunsystems,

100 Trillionen Bakterien, das entspricht 100x mehr Genen , als im menschlichen Genom !

 

Ganz wichtig!..RDS Patienten haben KEIN erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken!

 

 

Auch 40% der Patienten , die an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (M.Crohn,Colitis ulcerosa) leiden, entwickeln ein RDS. Auch hier ist die Bauchhypnose ergänzend zur medikamentösen Therapie sehr hilfreich!